It was a Haard Winter

It was a Haard Winter

Es war der 13. März an dem ich die Fahrradsaison im Jahr 2016 eingeläutet hatte. Mein Mountainbike stand also einige Monate ungenutzt in der Garage. Damals war ich noch im Fitnesscenter angemeldet und habe mich dort über den Winter ein wenig in Form gehalten. Da mich im Laufe des letzten Jahres das Mountainbike-Fieber gepackt hat und ich sowieso lieber draußen in der Natur an der frischen Luft Sport treibe, habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, auch in der kalten Jahreszeit jede Woche mindestens einmal im Sattel zu sitzen.

Der Winter war lang, aber nicht hart.

So langsam kehrt der Frühling ein und ich bin überrascht wie einfach und problemlos sich mein Vorhaben umsetzen ließ. Ich saß tatsächlich jede Woche mindestens einmal auf dem Rad. Lediglich zwei krankheitsbedingte Pausen habe ich einlegen müssen. Seit Oktober sind so fast 30 Touren und knapp 73 Stunden im Sattel zusammengekommen.

Der innere Schweinehund war im Winterschlaf

Mit den richtigen Klamotten und ein wenig Flexibilität bei den Trainingsterminen kann ich mich an keine Tour erinnern, bei der ich meinen inneren Schweinehund überwinden musste. Ich hatte mir den Winter kälter und nasser vorgestellt. Mit ein bißchen Planung und einem regelmäßigen Blick in die Wettervorhersage, hat sich fast jede Woche ein Tag gefunden, an dem man zumindest von oben nicht nass wurde. Wenn der Boden vom Regen der vorigen Tage zu nass und matschig war, dann bin ich nicht in die waldige Haard gefahren, sondern habe ein wenig Sightseeing per Velo im nördlichen Ruhrgebiet bzw. im südlichen Münsterland gemacht. Das sind dann zwar keine typischen MTB-Touren, aber es ist eine sehr schöne Abwechslung. Das Ruhrgebiet ist nicht immer schön, keine Frage. Aber es ist verdammt abwechslungsreich und hat mehr schöne Ecken, als man annimmt.

Frozen Fingers

Selbst bei Temperaturen um die 0 Grad ließ es sich auf dem Rad gut aushalten und das ganz ohne teure Hightech-Klamotten. Lediglich bei den Handschuhen muss ich für die kälteren Tage nochmal investieren. Wenn ich gefroren habe, dann an den Fingern, aber das auch nur bei Temperaturen unter 0 Grad. Den Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ kann ich so allerdings nicht unterschreiben. Es gibt schlechtes Wetter, aber es gibt ausreichend schöne Tage, um den Winter nicht in einem stickigen Fitnesscenter verbringen zu müssen.

Der Winter hat durchaus seine schönen Seiten: tolle Sonnenuntergänge, gefrorene Seen, eisige Landschaften, die Zeit von Oktober bis März ist alles andere als nur trist! In der dunklen Jahreszeit sollte man doch so oft es geht die wenigen Sonnenstunden draußen genießen!

Wenig Schatten und wenig Licht.

Einzig die kurzen Tage im Winter sind etwas störend. So kommt man unter der Woche leider kaum raus. Normalerweise arbeite ich werktags so bis 17 Uhr und da ist es im Winter leider schon stockfinster. Klar mit einer guten LED-Lampe kann man da trotzdem noch raus, aber das kann ich dann in der nächsten Wintersaison mal ausgiebig testen. Für diesen Winter bin ich zufrieden.

Ein schöner Nebeneffekt des Wintertrainings: man startet ohne Winterspeck in die Sommersaison!

Jetzt freue ich mich auf längere Tage, auf viel Sonne, auf kurze Klamotten und lange Touren!

Danke fürs lesen und keep on ridin‘!

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